Oberschule – was tun vor Ort?

12 Apr

Eine CDU-Karawane zieht über Land und wirbt für die Oberschule. Ich wollte eigentlich nichts mehr dazu sagen, weil mir Qualitätsfragen wichtiger sind und es reichlich andere bildungspolitische Themen gibt. Aber wenn jede neue Oberschule als CDU-Erfolg verkauft wird, und wenn bei jeder Zustimmung der SPD vor Ort ein Gegensatz zur SPD-Landtagsfraktion konstruiert wird, dann gilt es doch noch ein paar Punkte klarzustellen, und ich will das im Überblick versuchen:

Wo liegen die Schwächen dieser neuen Schulform?

1. Die neue Schulform ist unnötig, weil sie nichts wirklich Neues bietet. In der “kleinen” Form ist sie eine nur wenig verbesserte, verbundene Haupt- und Realschule, in der “großen” Form (mit Gymnasialangebot) eine verschlechterte Kooperative Gesamtschule (ohne Oberstufe).
2. Dem Problem der zurückgehenden Schülerzahlen wird kein Konzept, sondern eine nur kurzfristig wirksame Standortsicherung entgegengesetzt.
3. Hinter der Einführung der Oberschule sollte auch ein pädagogisches Ziel zu finden sein. Länger gemeinsam und voneinander zu lernen, mit sozialpädagogischer Unterstützung, an einer echten, voll ausgestatteten Ganztagsschule, ohne den Zwang zum Turbo-Abi, das wären Qualitätsmerkmale. Sie werden nicht verwirklicht.
4. Damit wird die Oberschule der großen Herausforderung für das niedersächsische Schulsystem nicht gerecht! Diese Herausforderung besteht darin, einen Konsens zu entwickeln, wie die Schullandschaft über Legislaturperioden hinaus in ruhige Bahnen gelenkt werden kann.

Wir haben als SPD-Landtagsfraktion im Gesetzgebungsverfahren Gegenvorschläge gemacht und versucht, die genannten Schwächen zu beseitigen. Diese Änderungsanträge wurden sämtlich abgebügelt. Warum macht es trotzdem manchmal Sinn, vor Ort eine Oberschule zu beantragen:

1. CDU und FDP gestehen mit dieser Gesetzesänderung ein, dass ihre Politik der Dreigliedrigkeit und der Trennung der Kinder mit 10 Jahren gescheitert ist. Das können wir nur begrüßen.
2. Wo bisher Hauptschulen und Realschulen noch getrennte Welten darstellen, ist es sinnvoll, sie zusammenzuführen. Besser zusammen als getrennt, auch wenn die Schule dann Oberschule heißt.
3. Wo bestehende Haupt- und Realschulen Vorteile darin sehen, als Oberschulen fortgeführt zu werden, können sie das tun. Für Schüler- und Elternschaft wird sich wenig ändern.
4. Wir empfehlen Umsicht und Zurückhaltung, wenn es um die Einrichtung von Oberschulen mit Gymnasialangebot geht. Denn die Probleme des Mini-Gymnasialzweiges und des Zwangs zur Trennung (wegen des Turbo-Abis) werden oft nicht genug bedacht. Fast überall wäre eine Gesamtschule besser. Aber im Moment ist das Gesetz, wie es ist. Und da gibt es Situationen, wo Eltern und Kommunalpolitiker sagen, sie wollten die Gelegenheit ergreifen. Statt sie zu bevormunden, bieten wir an, solche Standorte nach dem Wahlsieg 2013 zu Gesamtschulen weiterzuentwickeln.
5. Wir werden dann ohne einen Radikalumbau, sondern durch Weiterentwicklung für den Bildungskonsens sorgen, den Schüler, Eltern, Schulträger, Lehrkräfte so herbeisehnen und der endlich für mehr Ruhe in der Schullandschaft sorgen wird.

Wer diese Punkte bedenkt, wird merken, dass es keinen Gegensatz zwischen dem Handeln der SPD-Vertreter und -vertreterinnen vor Ort und im Landtag gibt. Es gilt jeweils so zu entscheiden, dass es für die Schülerinnen und Schüler am besten ist und damit auch offensiv umzugehen.


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Auf dem Weg zur Inklusion

7 Feb

Mit gut 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Grundschultag in Cloppenburg ein Riesenerfolg. Inklusion gehört zum Bild guter Bildung, zum Bild einer guten Schule, darin waren sich die Referenten einig. Über den Weg dorthin aber gibt es nach wie vor unterschiedliche Vorstellungen. Mit Sicherheit aber gehören breite Information und gezielte Fortbildung dazu. Und die Regierung muss endlich einen Gesetzentwurf vorlegen!


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Fazit zur Anhörung

28 Jan

Zu der Anhörung zur Änderung des Niedersächischen Schulgesetzes führte Frauke Heiligenstadt aus: „Unser Fazit dieser zweitägigen Veranstaltung ist: Der vorgelegte Gesetzentwurf löst nicht die Probleme, die sich aus dem demografischen Wandel für die einzelnen Schulstandorte ergeben.
Eine Gleichbehandlung aller Schulformen wurde von der überwiegenden Mehrheit der Verbandsvertreterinnen und -vertreter gefordert“, sagte Heiligenstadt. Insbesondere das Beharren auf der Fünfzügigkeit neuer Integrierter Gesamtschulen sowie die Bevorzugung der geplanten Oberschule gegenüber bestehenden Ganztagsschulen wurde kritisiert. „Eines wurde ganz deutlich: Die vorgelegten Pläne für die Oberschule bilden keine Grundlage für einen landesweiten Schulkonsens“, sagte Heiligenstadt. Für einen Schulkonsens sei mindestens die Zustimmung des Landeselternrats sowie der kommunalen Spitzenverbände notwendig. Heiligenstadt: „Diese Hürde hat der Gesetzentwurf von CDU und FDP eindeutig gerissen.“


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Diskussion im Wittlager Land (Landkreis Osnabrück)

28 Jan


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Anhörung zum Schulgesetz: Schritte zur guten Schule oder eine Farce?

26 Jan

Selten ist eine Anhörung im Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtags schon vorweg so intensiv kommentiert worden wie in diesen Tagen. Das liegt vor allem daran, dass das Kultusministerium eine elfseitige “Handreichung” zur Errichtung von Oberschulen auf den Weg gebracht hat, noch bevor die Anhörung und die Gesetzesberatung im Einzelnen überhaupt stattgefunden haben.

Das ist ganz zweifellos ein ungewöhnlicher Vorgang, zumal der Gesetzentwurf nicht von der Landesregierung, sondern von den Fraktionen von CDU und FDP eingebracht worden ist. Von einer “Missachtung des Parlaments” spricht daher der Philologenverband. Die Anhörung werde zur “bloßen Farce”.

Wir werden abwarten müssen. Die Anhörung findet am 27. und 28. Januar statt. Sollten die Mehrheitsfraktionen die vielfältigen Vorschläge und kritischen Anmerkungen, die es sicherlich geben wird, nicht aufgreifen und das Gesetz unverändert “durchwinken”, dann ist der Vorwurf völlig berechtigt. Je intensiver zugehört und je mehr auf Änderungsvorschläge eingegangen wird, umso besser.

Das heißt aber auch, dass die Hinweise aus dem Kultusministerium dann tatsächlich voreilig gewesen wären, auch wenn sie unter Vorbehalt veröffentlicht wurden. Die SPD-Fraktion wird jedenfalls im Laufe der Gesetzesberatung Änderungsanträge einbringen, die Schritte zu einer “guten Schule” definieren. Und diese betreffen dann nicht nur den Gesetzestext, sondern auch Verordnungen und Erlasse, z.B. zur Klassenbildung.


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Es geht nicht nur um Schulstruktur!

14 Jan

Melle – Das Konzept "Gute Schule" umfasst weit mehr als Strukturfragen. Das wurde bei der schulpolitischen Diskussion der SPD in Melle-Mitte deutlich. Der größte Teil der Diskussionsbeiträge befasste sich mit Fragen der Unterrichtsqualität und nicht mit Schulformen. Kernaussage: Es geht nicht um das Auswechseln eines Türschildes "Oberschule", sondern darum, dass Schule gelingt, zum Beispiel durch gemeinsames Lernen, durch Schulsozialarbeit, durch Ganztagskonzepte.

In Melle steht eine IGS in den Startlöchern. Eine Elternbefragung war erfolgreich. Die Eltern hoffen nun auf eine baldige Genehmigung und einen Einstieg schon 2011.


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Gute Schule und Ganztagsschule

13 Jan

Bei einer Podiumsdiskussion der SPD in Seesen mit der Bürgermeisterkandidatin Hanna Kopischke ist deutlich geworden: Viele Eltern wollen insbesondere an den Grundschulen eine gute Schule haben. Dazu gehört für sie immer mehr auch eine Schule, in der die Kinder ein warmes Mittagessen bekommen und ihre Hausaufgaben machen können. Eine Schule, in der die Kinder mindestens an vier Nachmittagen in der Woche gut versorgt werden.
Da es aber auch Eltern gibt, die das nicht wünschen, müssen Modelle diskutiert werden, wie es möglich ist, ohne lange Schulwege beides anbieten zu können. Die SPD steht dafür, dass Ganztagsschulen auch mit pädagogischem Personal ausgestattet werden müssen und die derzeitige Ausstattung mit Ganztagsangeboten bei weitem nicht ausreicht.
Es ist aber auch zu diskutieren wie z.B. die Zusammenarbeit mit bestehenden Horteinrichtungen noch besser gelingt, oder wie Hort und Ganztagsschule sich ergänzen können.


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Jede Stimme zählt

20 Dez

Derzeit sind im Volksbegehren für gute Schulen ca. 185.000 Stimmen gesammelt. Doch es fehlen natürlich einige mehr, um das Volksbegehren im Mai des kommenden Jahres erfolgreich ausklingen zu lassen.

Deshalb: Nutzt alle Weihnachtsfeiern zum fleißigen Unterschriftensammeln!


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Althusmann spart an der Bildung

9 Dez

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Die Landesregierung  und die CDU/FDP Fraktionen sparen 100 Mio.€  in Sachen Schule.  So viel sind ihnen die Kinder wert!!! ;-(


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Abschulen

2 Dez

Niedersächsische Reformpädagogik (CDU/FDP)Mit freundlicher Genehmigung des Karikaturisten Ernst Schröder. Weitere Karikaturen zu landespolitischen Themen finden sich auf den Internetseiten der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen.


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